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Erfolgsgeschichte Kunststoffherstellung

Kontrolliertes Tempern von Kunststoffteilen

Moderne Kunststoffe sind wahre High-Tech-Produkte, die in immer mehr Bereichen traditionelle Werkstoffe ersetzen. Im Automobilsektor, wo sie bereits seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken sind, werden Kunststoffe besonders extremen Belastungen ausgesetzt. Die Coburger ROS GmbH & Co. KG hat sich auf die Herstellung von Thermo- und Duroplastteilen für diese Branche spezialisiert.

Aufgabenstellung

Um den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, muss auch bei hohen Stückzahlen eine gleichbleibende Qualität im Produktionsprozess garantiert werden. In einem neuen Temperofen der Firma caldatrac® Industrieofenbau GmbH & Co. KG aus Höchheim wird diese konstante Qualität mit Hilfe des JUMO mTRON T Automatisierungssystems sichergestellt. Die Herausforderung bei der neuen Anlage bestand darin, dass die dort behandelten Duroplaste durch eine gleichmäßige und genau festgelegte Wärmebehandlung getempert werden müssen.

Kunststoffteil der ROS GmbH & Co. KG

Kunststoffteil der ROS GmbH & Co. KG

Aussenansicht der ROS GmbH & Co. KG

Die ROS GmbH & Co. KG

Lösungsansatz

Die von den Kunden für diese Materialien vorgegebenen Toleranzgrenzen sind extrem eng. Die Rohteile werden mit einem Temperwagen in den Ofen geschoben. Bis zu 8 verschiedene Chargen auf 6 Temperwagen können gleichzeitig in den Ofen eingebracht und behandelt werden. Durch die Ofenkonstruktion wird eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Inneren des Ofens erreicht, um eine Temperaturverteilung mit einer Abweichung von maximal ± 3 K zu erhalten. Aufgrund der Vielzahl von Produkten war es besonders wichtig, verschiedene Temperprogramme direkt im System speichern und editieren zu können. Bei der ROS GmbH & Co. KG werden die verschiedenen Programme für den Tempervorgang durch den Anwender bequem über das Multifunktionspanel 840 aufgerufen. Auch die Erstellung der Programme, die aus bis zu 100 Segmenten bestehen, kann direkt am Gerät durchgeführt werden. Jeder Tempervorgang wird durch das JUMO mTRON T System nicht nur gesteuert sondern auch protokolliert. Die Chargenprotokollierung des Systems erlaubt eine kontinuierliche Überwachung und Auswertung der einzelnen Ofenbestückungen. Durch eine detaillierte Auswertung der gefahrenen Temperaturen und Programme können jederzeit Rückschlüsse auf die Qualität durch Einflüsse der verschiedenen Faktoren gezogen werden.

Die Einbausituation: JUMO mTRON T und JUMO safetyM

Projektergebnis

Eine Besonderheit ist das 4-Kanal-Analog-Eingangsmodul, das mit universellen und galvanisch getrennten Analogeingängen für Thermoelemente, Widerstandsthermometer sowie Einheitssignale ausgestattet ist. Somit können mit der gleichen Hardware verschiedenste Messgrößen wie Temperatur, Druck und Feuchte präzise erfasst und digitalisiert werden.