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Bernhard Juchheim spricht bei belgischem Arbeitgeberverband Ausbildung, Innovationen und Familienunternehmen machen die deutsche Wirtschaft erfolgreich

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Bernhard Juchheim spricht bei belgischem Arbeitgeberverband Ausbildung, Innovationen und Familienunternehmen machen die deutsche Wirtschaft erfolgreich

 

 

Fulda, 28.05.13. Mit 1.600 Mitgliedsunternehmen aus dem Technologiebereich ist AGORIA der größte belgische Arbeitgeberverband. Bei der diesjährigen Jahrestagung in Brüssel nahm Bernhard Juchheim, geschäftsführender Gesellschafter der JUMO GmbH & Co. KG und IHK-Präsident in Fulda, an einer Podiumsdiskussion über das deutsche Erfolgsmodell teil.

 

 

Die vierte industrielle Revolution und die Frage, ob die belgische Wirtschaft bereit dafür ist, stand im Mittelpunkt der AGORIA Hauptversammlung 2013. Die belgische Volkswirtschaft ist im letzten Jahr um 0,2 Prozent gesunken, für dieses Jahr wird mit einem moderaten Wachstum von 0,7 Prozent gerechnet. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Belgiens und zeigt sich von der europäischen Schuldenkrise weitgehend unberührt. Nicht zuletzt deshalb beschäftigt AGORIA die Frage, was vom deutschen Wirtschaftsmodell zu lernen ist.

 

Als Diskussionsteilnehmer stellte sich neben Bernhard Juchheim der Generaldirektor von Audi Brüssel, Gerhard Schneider, den Fragen der bekannten belgischen Journalistin Indra Dewitte. Der Erfolg der deutschen Wirtschaft ist laut Bernhard Juchheim vor allen Dingen vom familiengeführten Mittelstand getrieben. „90 Prozent des gesamten Unternehmensbestands sind eigentümergeführt, 56 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland arbeiten hier. Familienunternehmen tragen fast 50 Prozent zum Gesamtumsatz der deutschen Wirtschaft bei“, erläuterte Juchheim.

 

Der Mittelstand zeichnet sich laut Juchheim auch durch eine besonders rege Innovationstätigkeit aus. Bei der JUMO GmbH & Co. KG seien zum Beispiel rund acht Prozent der Mitarbeiter im Bereich Entwicklung tätig. Ein wichtiger Erfolgsbaustein sei auch das duale System der Berufsausbildung. „Während in anderen europäischen Ländern die Jugendarbeitslosigkeit mittlerweile bei fast 50 Prozent liegt, sind in Deutschland lediglich rund acht Prozent der Jugendlichen ohne Arbeit. Das ist ganz eindeutig unserem Ausbildungssystem zuzuschreiben“, betonte Juchheim. Gut qualifizierte Nachwuchskräfte seien auch vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels von unschätzbarem Wert.

 

Als weitere Besonderheit der deutschen Wirtschaft erwähnte Juchheim die flexiblen Arbeitszeitmodelle und bekräftigte die wichtige Rolle der betrieblichen Mitbestimmung.

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