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Bei JUMO kommt der Strom jetzt auch vom Dach

Erste Photovoltaikanlage in Betrieb genommen

PI

Bei JUMO kommt der Strom jetzt auch vom Dach

Fulda, 23.09.2014. Die Aussichten sind ernüchternd: Zwischen 2010 und 2023 könnte der Strompreis für Industriekunden in Deutschland aufgrund der Vorgaben der Energiewende um über 40 Prozent steigen. Die Fuldaer JUMO GmbH & Co. KG setzt deshalb zunehmend auf Strom aus eigener Herstellung und hat jetzt eine erste Photovoltaikanlage in Betrieb genommen.

Für Bernhard Juchheim, geschäftsführender JUMO Gesellschafter, steht das Thema Energieeffizienz bereits seit langem ganz oben auf der Tagesordnung. „Wir überprüfen bei jeder Neu- und Umbaumaßnahme in unserem Unternehmen mögliche Einsparpotenziale und setzen konkrete Maßnahmen um, wenn immer es möglich ist." So wurden bereits vor einigen Jahren sechs Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen, die Strom für den Eigenverbauch liefern.

Auch die 90.000 bis 105.000 kWh an Strom, die die neue Photovoltaikanlage jährlich aus 416 Kollektoren erzeugt, werden nicht ins Netz eingespeist, sondern dienen hauptsächlich zur Prozesskühlung, wie Energiemanager Holger Leydecker bestätigt. „Die Installation der Anlage hat sich aus mehreren Gründen angeboten. Zum einen stand sowieso eine Sanierung des kompletten Gebäudes in der Moritz-Juchheim-Straße an. Darüber hinaus haben wir hier eine tragfähige, unverschattete Dachfläche von mehr als 600 Quadratmetern Fläche zur Verfügung."

Die erzeugte Strommenge würde für etwa 25 Einfamilienhäuser ausreichen und spart – je nach –Sonnenscheindauer – zwischen 15.000 und 23.000 Euro Energiekosten pro Jahr. Zeitgleich mit der Installation der Anlage wurden auch alle Fenster im Gebäude durch moderne Energiesparfenster ersetzt. Das gesamte Investitionsvolumen für die Sanierung beläuft sich laut Facility-Manager Matthias Müller auf rund 600.000 Euro.

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