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Geschäftsjahr 2009 JUMO GmbH & Co. KG

PI 1665

Geschäftsjahr 2009 JUMO GmbH & Co. KG

Wie in den letzten Jahren generierte JUMO auch 2009 den Großteil des Umsatzes im Inland. JUMO Deutschland erwirtschaftete einen Umsatz von 106 Millionen Euro. Wie in Deutschland konnte auch der Umsatz weltweit leider nicht auf dem Niveau des Jahres 2008 gehalten werden und ging auf 140 Millionen Euro zurück. Konträr dazu konnte die JUMO-Tochtergesellschaft in China ein unglaubliches Umsatzwachstum von über 50 % erreichen. Der Exportanteil der JUMO-Gruppe lag im Jahr 2009 bei rund 53 %. Am Jahresende betrug der Auftragsbestand über 34 Millionen Euro.

Für das Geschäftsjahr 2010 kündigt die Unternehmensgruppe einen Gesamtumsatz von 151 Millionen Euro an. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 7,9 %.

Beschäftigungssituation

Die JUMO-Unternehmensgruppe beschäftigte per Dezember 2009 insgesamt 1670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren am Standort Fulda 1142 – inklusive der 101 Auszubildenden – tätig, 43 in den Niederlassungen und Büros im Inland sowie 485 in den ausländischen Tochtergesellschaften. Insgesamt hat JUMO damit im Vergleich zum Vorjahr 86 Personen weniger beschäftigt.

Anfang August 2009 wurden 31 neue Auszubildende eingestellt. Auch im Jahr 2010 möchte JUMO wieder möglichst viele Ausbildungsplätze anbieten, um qualifizierten Nachwuchs zu fördern und jungen Menschen eine Chance für eine Berufsausbildung zu geben.

Nachrichten aus dem Inland

Betriebliches Vorschlagswesen

Auch im Jahr 2009 ist es der JUMO-Unternehmensgruppe gelungen, aufgrund der wieder zahlreich eingegangenen Vorschläge aus dem Mitarbeiterkreis viele Verbesserungen zu erzielen und Ideen umzusetzen.

Neben der errechenbaren Kostenersparnis von über 254.000 Euro sind hier die Verbesserung zahlreicher Organisations- und Informationsabläufe sowie die weitere Optimierung der Technik zu nennen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 230 Verbesserungsvorschläge von 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingereicht. Die Beteiligungsquote lag bei 15 % der Gesamtbelegschaft, die Anerkennungsquote belief sich auf 61 %.

Der am höchsten prämiierte Verbesserungsvorschlag wurde von Günter Appel aus dem Bereich „Sensorenfertigung“ eingereicht. Er erreichte mit der Umstellung und Optimierung eines Prozessablaufes beim Sputtern von Temperatursensoren eine erhebliche Kosteneinsparung und deutliche Senkung der Durchlaufzeit.

Der Gruppenvorschlag von Uwe Betz, Peter Wenzel und Bernhard Hohmann aus dem Bereich „Zeigerthermometer“ ermöglichte, durch Vakuumlöten ein teureres Schweißverfahren zu ersetzen.

Ein weiterer Vorschlag mit hohem Einsparpotenzial kam – mit Unterstützung durch Wilfried Appel – ebenfalls von der vorgenannten Gruppe: Ein flexibel einsetzbares Bördelverfahren konnte zeit- und somit kostenoptimiert werden.

In einer Feierstunde sprachen Geschäftsleitung, Personalleitung und Betriebsrat den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihre Anerkennung und Gratulation zu den vielen guten Ideen aus.

JUMO weltweit

JUMO wächst weiter: Neue Tochtergesellschaft in Bosnien und Herzegowina

Seit dem 1. Januar dieses Jahres gehören zur Fuldaer Unternehmensgruppe JUMO 23 Tochtergesellschaften. JUMO Österreich, der zweitgrößte JUMO-Standort im Ausland, eröffnete in Bosnien und Herzegowina die sechste eigene Tochter und damit Enkeltochter zu JUMO Fulda.

Bereits seit über 30 Jahren ist JUMO im Gebiet der ehemaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien präsent. Bevor eigene Außendienstmitarbeiter das gesamte Gebiet Jugoslawiens betreuten, wurde der Markt über Außenhandelsunternehmen bedient. 2007 wurde schließlich in der Föderation Bosnien und Herzegowina ein eigenes Vertriebsbüro gegründet.

Mit der von JUMO Österreich in Doboj-Istok eröffneten Tochtergesellschaft wird JUMO die Aktivitäten am Markt in Bosnien und Herzegowina weiter ausbauen. Neben Beratung und Projektierung sowie dem Verkauf von Mess- und Regeltechnik bietet die Tochtergesellschaft die Inbetriebnahme der Geräte sowie Service und Reparatur an.

Einer der größten Vorteile ihrer Gründung besteht darin, dass ab sofort in Landeswährung fakturiert werden kann. Dies erleichtert speziell den kleineren Kunden den Weg zu JUMO-Geräten, da sie nun keine Devisen mehr bereitstellen müssen und die mit dem Import verbundenen Tätigkeiten wegfallen.

Die internationale Wettbewerbsfähigkeit von JUMO wird durch die Präsenz auf diesem wichtigen Markt erheblich gestärkt.

Aussichten 2010

Nach der weltweiten Rezession im vergangenen Jahr erwarten die Wirtschaftsexperten für 2010 langsam wieder positiv werdende Signale und eine leichte Zunahme der Wirtschaftsleistung.

Die deutsche Elektroindustrie wurde im vergangenen Jahr nicht verschont und musste einen kräftigen Umsatzrückgang von rund 25 % hinnehmen. Laut Experten soll sich die Lage in diesem Jahr wieder bessern. Allerdings kann bei einer Zuwachsrate von 3 bis 4 % nur von einer Erholung, nicht von einem Aufschwung gesprochen werden.

Die drei geschäftsführenden Gesellschafter Bernhard, Carsten und Michael Juchheim sind sich sicher: Die JUMO-Gruppe wird sich dank ihrer qualifizierten und motivierten Mitarbeiter und mithilfe der 23 eigenen Tochtergesellschaften sowie der zahlreichen Vertretungen im Ausland auch in dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2010 auf den internationalen Märkten der Mess- und Regeltechnik behaupten können.
 

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Redaktionelle Auskunft

Michael Brosig
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