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Investitionen in hochmoderne SMD-Fertigung

PI 1611

Investitionen in hochmoderne SMD-Fertigung

JUMO-Geräte messen, regeln und registrieren weltweit physikalische Größen in den unterschiedlichsten Branchen und Aufgabengebieten.

Im Laufe des Jahres 2008 hat das Unternehmen aus Fulda angesichts der immer komplexer und kleiner werdenden Bauteile die SMD-Fertigung durch Anschaffung und Einsatz modernsten Equipments neu ausgerichtet.

Durch eine Investition von rund 1,5 Millionen Euro trug JUMO der immer weiter voranschreitenden Miniaturisierung der elektronischen Bauteile, die eine höhere Bestückungsgenauigkeit auch bei Standardbauteilen erfordert, Rechnung.
Die vorhandene Fertigungsfläche wurde von ca. 500 Quadratmetern auf 1100 Quadratmeter vergrößert.

Insgesamt verfügt JUMO nach der Neuausrichtung über drei komplette Bestückungslinien, die in der Lage sind, bis zu 90 000 Bauteile in der Stunde zu platzieren. Der Dreischichtbetrieb ist die Voraussetzung für eine hohe Bestückungskapazität, um schnell auf Kundenwünsche reagieren zu können. Kleinste Stückzahlen sowie große Serien können dank der auf Flexibilität ausgerichteten Fertigung nach Kundenwunsch produziert werden.

Mit den neuen Anlagen ist es nun möglich, Mikro-BGAs mit kleinstem Raster zu bestücken.
Die bei JUMO eingesetzten Bauteile haben eine Kantenlänge von 10 mm mit 256 Anschlussballs. Der Abstand von Ball zu Ball beträgt lediglich 0,27 mm.

Sowohl für diese Mikro-BGAs als auch für die Bauform 0201 (in der Größe 0,5 mm x 0,3 mm) wurden Prozessqualifizierungen vorgenommen.

Zur Absicherung des hohen Qualitätslevels werden alle bestückten elektronischen Baugruppen auf automatischen optischen Inspektionssystemen (AOI) überprüft. Hierbei wird das Vorhandensein aller erforderlichen Bauteile wie auch deren Lötqualität geprüft. Polaritätsprüfungen und Schrifterkennung sowie Laserhöhenmessungen können optional mitgenutzt werden.

Für den elektrischen Test werden je nach Forderung unterschiedliche Systeme eingesetzt.

Funktionsprüfungen werden auf produktspezifischen PC-Prüfplätzen oder mittels flexibler Testsysteme durchgeführt.

Zur Prozessqualifizierung, insbesondere bei verdeckten Lötstellen wie bei BGAs wird ein Röntgensystem eingesetzt. Im JUMO-Werkstoffprüflabor können auch metallurgische Untersuchungen sowie Werkstoffbestimmungen (EDX) vorgenommen werden. Das vorhandene Equipment wird darüber hinaus für Schadensanalysen verwendet.

Zum Trennen von Fertigungsnutzen kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. So werden je nach Qualitätsforderungen Rollenmesser und Lineartrenner für geritzte Nutzen und Fräsmaschinen für entsprechend vorbereitete Leiterplattennutzen eingesetzt. Das Trennen der Nutzen mit einer Fräsmaschine ist sowohl für die Leiterplatte als auch für die Bauteile stressfrei (keine mechanische Belastung).

Elektronische Baugruppen, die in kritischen Klimabereichen eingesetzt werden, können im Hause JUMO gereinigt und mit einem Schutzlack versehen werden (Erhöhung der Klimafestigkeit).

Alle Lötprozesse – vom Reflowlöten über das Wellenlöten bis zum Selektivlöten – erfolgen unter Schutzgasatmosphäre (N2). Für das Wellenlöten wird eine Anlage mit bleihaltigem Lot und eine mit bleifreiem Lot betrieben.

Mit diesen Anlagen schafft JUMO nicht nur die Voraussetzung dafür, seine eigenen Produkte auf dem Weltmarkt positionieren zu können, sondern baut auch seine Möglichkeiten im Bereich der EMS-Dienstleistung kontinuierlich aus. Mittlerweile sind mehr als 30 Prozent der bestückten und geprüften elektronischen Baugruppen für EMS-Kunden bestimmt.

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Pressestelle

Tamara Stauch
Telefon: +49 661 6003-238
E-Mail: Vorname Punkt Nachname at jumo Punkt net

Technische Auskunft

Wolfgang Blum
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E-Mail: Vorname Punkt Nachname at jumo Punkt net